Wie funktioniert ein Kühlturm?
Als Kühlturm bezeichnet man ein Gebäude, in dem das Kühlwasser eines Kraftwerks durch Wärmeaustausch mit der Umgebungsluft rückgekühlt wird. Dabei macht man sich in einem klassischen Kühlturm den so genannten Kamineffekt zu Nutze. Das heißt, das warme Kühlwasser wird im Inneren des Kühlturms verrieselt. Dabei gibt das warme Wasser einen Teil seiner Wärmeenergie an die im Kühlturm stehende Luft ab. Diese Luft erwärmt sich, nimmt einen Teil der Feuchtigkeit des Wassers auf und steigt hoch. Da es sich jetzt um feuchte Luft handelt, die sich während des Aufsteigens abkühlt und kondensiert, sieht man am Rand des Kühlturms eine Dampfwolke entstehen. Das restliche Wasser kühlt sich durch den Kontakt mit der Luft ab und fällt zu Boden. Danach kann das rückgekühlte Wasser wieder der Anlage zugeführt werden oder an ein naheliegendes Gewässer abgegeben werden.
Woraus besteht ein Kühlturm?
Die Außenhaut des Kühlturms besteht aus Beton. Innerhalb sind Rieselplatten und Tropfenabscheider aus Eternit, einem festgebundenen Gemisch aus Beton mit einer Asbestbeimischung angebracht. Das rückgekühlte Kondensatorwasser rinnt über diese Platten und fängt sich dann in der so genannten Kühlturmtasse.
Sind die Eternitplatten nicht gefährlich? Nein, im Eternit sind die Asbestfasern fest in Beton eingebunden und damit völlig ungefährlich. Um vor dem Betrieb nochmals ganz sicher zu gehen, hat die Kraftwerksleitung einen unabhängigen Sachverständigen mit der Begutachtung der Eternitinbauten betraut. Er bescheinigt den Einbauten einen guten Zustand ohne jegliche Verwitterung und kommt zu dem Schluss: "Dass hinsichtlich der vorhandenen Asbestzementeinbauten keine Bedenken bestehen". Neben diesem Gutachten hat die Landesgewerbeanstalt Nürnberg bei Betrieb und Ruhezustand des Kühlturm Luftmessungen durchgeführt. Die vorliegenden Ergebnisse sind ebenfalls eindeutig: Es konnten weder Asbestfasern innerhalb des Kühlturms noch in seiner Abluft gemessen werden.