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Ingolstadt - eine saubere Leistung
E.ON Kraftwerke setzt konsequent auf Technologien, die helfen, die Umwelt wirksam zu entlasten. Denn, überall da, wo fossile Energieträger wie schweres Heizöl zum Einsatz kommen, entstehen Substanzen, die als Luftschadstoffe gelten. Dazu gehören in erster Linie Stickoxide, Schwefeldioxid, Staub.
Raus darf nur, was rein ist
Dies gilt sowohl für unsere Rauchgase als auch für unser Kühlwasser. Das Wasser wird im Kraftwerk zur Kühlung verwendet und anschließend zurück in die Donau geleitet. Alle Untersuchungsergebnisse werden dabei von unserem Labor dokumentiert und regelmäßig an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Ganz ähnlich sieht es auch für die Rauchgase aus, die unsere Anlage über den Schornstein verlassen. Die Maßnahmen zur Reinigung von Rauchgas sind mit hohen Investitionen verbunden und entsprechen dem Aufwand in einer chemischen Fabrik. In unserer Anlage tun wir alles, damit konventionelle Stromerzeugung und Umweltschutz kein Widerspruch bleiben. Angefangen beispielsweise beim Einsatz modernster Brenner und Feuerungstechnik. So wird dem Umweltschutz neben einer hochwirksamen Rauchgasreinigungsanlage hohe Priorität eingeräumt.
Durch eine Erneuerung der Turbinenleittechnik für die Blöcke 3 und 4 sorgen wir außerdem dafür, dass künftig rund 2.000 Tonnen weniger Kohlendioxid pro Jahr in unseren Anlagen entstehen. Das entspricht ungefähr dem Verbrauch von rund 1.000 deutschen Mittelklasse PKWs. Neben der Leittechnik wurden bei der letzten Revision 2007 auch die Reingaskanäle sowie die gemeinsame Kaminröhre der Blöcke 3 und 4 mit einer Spezialkunststoffschicht bezogen. Durch die Beschichtung wird der Austrag von rostigen Partikelchen mit dem Rauchgas verhindert.
So funktioniert die Rauchgasreinigung
Das Rauchgas selbst wird in der Rauchgasreinigungsanlage zunächst in der DeNox entstickt. Dies geschieht, indem die Rauchgase mit Ammoniak und Luft angereichert werden und über einen Katalysator geführt werden. Dabei entstehen Stickstoff und Wasserdampf. Anschließend werden die Staubteilchen im Elektrofilter negativ aufgeladen und aus dem Rauchgas gezogen. Die dritte Station ist schließlich die Rauchgasentschwefelungsanlage. Hier reagiert das im Rauchgas enthaltene Schwefeldioxid mit einem flüssigen Kalksteinmehl und Sauerstoff zu Gips. Dieser Gips wird anschließend in der Bauindustrie verwendet.
Mit der Rauchgasreinigungsanlage in Ingolstadt erreichen wir eine Schadstoffreduktion bei Staub um bis zu 80 Prozent, bei Stickoxiden über 80 Prozent und bei Schwefeldioxid sogar über 95 Prozent.